Social Media Marketing richtig betreiben!

Unternehmen haben die "Macht" des Social Media Marketings erkannt. Kundenströme lassen sich über Facebook und Co. kanalisieren. Aber es muss mehr getan werden, als nur eine Präsenz einzurichten.

Produkte präsentieren, Hilfestellungen geben, Fragen beantworten, Kunden auf neue Veröffentlichungen neugierig machen, für Zerstreuung sorgen und viele weitere Aktivitäten können durchgeführt werden. Wo andere Formen des Marketings schon etabliert sind, müssen sich viele Firmen in das Social Media Thema noch einarbeiten. Die nachfolgenden Tipps und Tricks sollen als Leitfaden dienen, was es alles zu beachten gilt.

Die Welt ist groß und voller Kunden. Kaum irgendwo werden deren Interessen besser vereint, als in den sozialen Medien. Daher ist es nur ratsam dort, wo sich die Kunden sowieso aufhalten, Marketing durchzuführen.

1. Geduld bewahren

Gerade anfangs wird der Erfolg nicht vom Himmel fallen. Das Social Web lebt von Empfehlungen. Der beste Weg dazu sind fabelhafte Inhalte. Ab einer bestimmten Menge von Besuchern oder Fans kann dafür ein Effekt eintreten, der immer weitere Kunden anlockt.

2. Zielgruppe abdecken

Alter, Geschlecht und Motivation sind wichtige Faktoren, um die Marketing-Aktivitäten auszurichten. Die Inhalte sollten der Zielgruppe angepasst werden. Dabei ist es problemlos möglich auf Google+ einen anderen Personenkreis anzusprechen, wie auf Facebook. Dazu sollten die typischen Nutzer der Plattformen analysiert werden.

3. Ausgetretene Wege verlassen

Beim Marketing im Social Web sollten "Standardaktivitäten", wie Pressetexte, unterlassen werden. Es muss ein Weg eingeschlagen werden, der Nähe zum Kunden transportiert, der unterhält und dennoch informiert. Bilder und Videos, sowie Podcasts sind eine gute Möglichkeit Besucher in ihrer gewohnten Umgebung abzuholen.

4. Typische Probleme lösen

Auf jeden Topf passt ein Deckel und jedes Problem kennt eine Lösung. Auch dem eigenen Unternehmen werden Lösungen zu gemeldeten Problemen bekannt sein. Nun kennt diese aber nicht jeder Kunde. Im Social Media Marketing können diese Aspekte angesprochen werden. Auch eine Weiterleitung auf die Homepage mit gelösten Problemen ist denkbar.

5. Authentisch und menschlich sein

Unternehmen denken häufig von sich als Institution. Gerade auf den sozialen Netzwerken treten aber die Mitarbeiter gezielt auf und können einen weltoffenen und freundlichen Eindruck hinterlassen. Nicht jede Unterhaltung oder jeder Kommentar muss einem bestimmten Zweck dienen. Menschlichkeit wird online wertgeschätzt.

6. Online-Zeiten nutzen

Neuigkeiten sollten vermeldet werden, wenn die Follower und Fans online sind. In diesem Fall bekommen sie die Informationen brandaktuell präsentiert. Sie gehen nicht in der Masse an Informationen unter, die sonst auf den Kunden einfallen. Die Reichweite kann dadurch deutlich erhöht werden.

7. Selber Teilen und aktiv werden

Nicht nur auf die eigenen Inhalte schauen. Wenn die Thematik passt, kann auch fremder Inhalt geteilt oder weiterverbreitet werden. So steigt auch die Aufmerksamkeit für die eigene Seite.

8. Kunden animieren

Der altbekannte Call-to-Action muss bei Facebook und Co früh erfolgen. Häufig werden Nachrichten und Meldungen nicht bis zu Ende gelesen. In den ersten Sätzen sollte der Kunde daher mitgeteilt bekommen, was er machen soll.

9. Suchmaschinenoptimierung

Auf der Homepage und auf Weblogs wird SEO genutzt. Aber auch die Social Media Kanäle können davon profitieren. Eine gute Platzierung in den Suchmaschinen sorgt für eine erhöhte Besucherzahl. Diese können wiederum zu Fans werden, Diskussionen anfeuern oder Inhalte teilen.

10. Gewinnspiele veranstalten

Wenn es etwas zu gewinnen gibt, wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt. Beispielsweise könnte ein neues Produkt verlost werden. In den Lostopf kommen alle Personen, die sich für einen Newsletter angemeldet haben. Hier wird das Social Media Marketing mit dem E-Mail Marketing verknüpft.

11. Inhalte variieren

Vielen Unternehmen fällt es schwer, regelmäßig über das eigene Produkt zu schreiben. Tatsächlich wird eine 80/20 Regel empfohlen. Dabei wird zu 20 Prozent über die eigenen Inhalte geschrieben. Die übrigen 80 Prozent werden den Kunden, ihren Bedürfnissen und der Unterhaltung geschenkt.

12. Konzentration auf bestimmte Netzwerke

Es müssen nicht alle Social Media Kanäle bedient werden. Wo das Unternehmen jedoch aktiv ist, sollte auch ein umfassender Support erfolgen. Zudem sind regelmäßig Inhalte zu posten.

Von Michael Siemann